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Firmenhistorie

Wer an sich selbst glaubt, ist frei

Die Geschichte einer außergewöhnlichen Frau und eines einzigartigen Unternehmens

Die Geschichte wahr gewordener Kinderträume: Margarete Steiff erkämpfte sich als energisches junges Mädchen gegen viele Widerstände ihren Platz im Leben.
Mit einem Nadelkissen in Form eines kleinen Stoffelefanten schrieb sie das erste Kapitel einer beispiellosen Erfolgsgeschichte, die auch heute noch, nach über 135 Jahren, fortgeschrieben wird.
Dank der liebevollen Hingabe und des Qualitätsbewusstseins aller Mitarbeiter bleiben die persönliche Geschichte Margarete Steiffs und der Margarete Steiff GmbH im wahrsten Sinne des Wortes untrennbar miteinander verwoben.

 

2018

Steiff erhält den Disney Heritage Award

Bereits 1931 kam es zu ersten Kooperation zwischen Disney und Steiff. Viele gemeinsame faszinierende, detailstarke Plüschtiere folgten. In diesem Jahr erhält Steiff eine ganz besondere Ehre: den Disney Heritage Award.

 

2017/2018

Die Expansion geht weiter

Mit der Eröffnung sechs weiterer Steiff Shops und Flagshipstores in 2017/2018 in München (2), Mannheim, Ludwigsburg, Sylt/Westerland, Bremen und Frankfurt und dem Launch weiterer Steiff Webshops in Frankreich und den Beneluxländern geht die Expansion weiter voran.

 

2015

Steiff trifft auf RIMOWA

Zwei deutsche Traditionsunternehmen schließen sich für eine limitierte Koffer-Edition zusammen. Den klassischen Alumiumkoffer des Kölner Kofferherstellers RIMOWA ziert nicht nur außen eine Zeichnung des Steiff Bären, auch das Innenleben des Koffers ist mit für Steiff typischen, grauen Alpaca ausgelegt. Weltweit werden nur 1050 dieser Koffer in RIMOWA Stores verkauft und 250 weitere in den Steiff Shops.

 

2010

Der weltgrößte begehbare Streichelzoo wird im Steiff Museum eröffnet

2010 wird das fantastische Steiff Museum um eine Attraktion erweitert. Nun können Kinder dort auf lebensgroßen Tigern, Elefanten und Kamelen durch die exotische Dschungellandschaft reiten oder unter Palmen mit imposanten Gorillas kuscheln.

 

2008

Steiff trifft Karl Lagerfeld

Die schon zu Lebzeiten legendäre Stil-Ikone Karl Lagerfeld designt Steiff Plüschtiere, die schnell vergriffen und begehrte Raritäten für Steiff Liebhaber sind.

 

2007

Jubiläums-Edition "A Million Hugs" wird lanciert

Im Jahr 1907 wurden fast eine Million Teddybären gefertigt. 2007 – also genau 100 Jahre später – erscheint aus diesem Anlass die Jubiläums-Edition „A Million Hugs“.

 

2006

Erstmal ein großes Sommerfest für Steiff Freunde und Familien

Zum ersten Mal wird 2006 auf dem Firmengelände in Giengen an der Brenz der Steiff Sommer veranstaltet - ein großes Sommerfest, das ganz im Fokus der Steiff Freunde und Familien steht und jede Menge Spaß und Spannung für alle Altersgruppen bietet.

 

2005

Eröffnung des phantastischen Museums "Die Welt von Steiff"

Pünktlich zum 125-jährigen Firmenjubiläum öffnet das Museum „Die Welt von Steiff“ in Giengen seine Pforten. Das Museum ist eine wahre architektonische Meisterleistung des Architekten Andreas Ramseier und bietet auf 2400 qm Fläche eine animierte Traumwelt für die ganze Familie. Den krönenden Höhepunkt des Firmenjubiläums bildet die kostbare 125 Karat Teddybär Edition

 

2002

Der 100. Geburtstag des Teddybären

Der 100. Geburtstag des Teddybären wird 2002 mit der Welturaufführung des Musicals „Teddy- ein musikalischer Traum“ von Uli Brée in Giengen gefeiert.

 

1992

Steiff Club

Dann – endlich – wird am 1. April 1992 für Liebhaber und Sammler aller Steiff Tiere der Steiff Club gegründet, mit exklusiven Club-Vorteilen und eigenen Club-Editionen.
Um in Großstädten die eigenen Produkte im angemessen Rahmen präsentieren zu können, wird 1997 in Hamburg zum 150. Geburtstag Margarete Steiffs die erste Steiff Galerie eröffnet. Drei Jahre später werden Köln, München und Düsseldorf mit Steiff Galerien folgen, bald darauf Berlin, Wien, Nürnberg und Stuttgart. 2003 folgen die Eröffnungen in Kiel, Hannover, Wiesbaden, Zürich und eine zweite Steiff Galerie in Hamburg. 2004 die Steiff Galerie in Bromley (London).
Das Jahr 2007 wartet mit der Präsentation Steiffs im neuen Look auf.

 

1980

100 Jahre Träume in Stoff und Plüsch

Die 80er Jahre beginnen mit dem 100-jährigen Firmenjubiläum, zu dem in Giengen das Margarete Steiff Museum eröffnet wird – ein Vorläufer des heutigen Erlebnismuseums „Die Welt von Steiff“. Außerdem beginnt Steiff nun für die Liebhaber seiner Tiere Repliken in limitierter Auflage zu produzieren. „Petsy“ – der Kinderliebling erobert den Markt und die Herzen der Steiff Freunde rund um den Globus.

 

1951

Der Neubeginn

Die nächste schwierige Zeit galt es im 2. Weltkrieg zu überstehen. Nach dessen Ende startet das Unternehmen 1947 neu, bereits ein Jahr später beschäftigt es fast 1000 Mitarbeiter, 5 Jahre später bereits wieder doppelt so viele. Begründet wird dieses rasante Wachstum unter anderem auch durch Mecki, Maskottchen einer Fernseh-zeitschrift und Figur aus den Puppenspielfilmen der Gebrüder Diehl, die seit 1951 in Lizenz von Steiff als Stoffpuppe hergestellt wird.
Im Jahr 1953 feiert der Teddybär seinen 50. Geburtstag – der Jubliläumsbär „Jackie“ präsentiert sich zu diesem Anlass in völlig neuem Design - als drolliges Bärenkind mit angedeutetem Bauchnabel.

 

1927

Hundejahre im positiven Sinn

Die Goldenen Zwanziger beleben wieder die Nachfrage nach Stoff und Plüsch. Steiff führt die Fließbandfertigung ein, um die hohe Nachfrage vor allem nach seinen Stoffhunden zu befriedigen. Der Plüschhund Molly erobert die Herzen im Sturm und wird bis 1932 über 500.000 mal verkauft.

 

1910

Steiff Welten entstehen

Steiff gewinnt 1910 den Grand Prix bei der Weltausstellung in Brüssel, Schaustücke mit einer Vielzahl von Stoffpuppen und Stofftieren begeistern das Publikum.
Der „Circus Steiff“ verwendet zum ersten Mal mechanisch bewegte Figuren. Eines der erfolgreichsten Schaustücke, die „Arche Noah“, entsteht vier Jahre später. Dann folgen nicht nur für das Unternehmen schwere Zeiten: In den harten Kriegs- und Nachkriegs-jahren muss sich Steiff schließlich auch im Sortiment anpassen – zellstoffartige Materialien lassen den so genannten „Papier-Teddybär“ entstehen, Spielwaren aus heimischen Hölzern werden ins Sortiment aufgenommen.

 

1904

„Steiff - Knopf im Ohr“ – ein Markenzeichen entsteht und ein bewegtes Leben geht zu Ende

Um die eigenen hochwertigen Produkte unverwechselbar zu machen und unzählige billige Nachahmer abzuwehren, entwickelt Franz Steiff 1904 das Markenzeichen „Steiff - Knopf im Ohr“. Auf der Weltausstellung in St. Louis erhält Margarete den Grand Prix, 1906 folgt schließlich die Gründung der Margarete Steiff GmbH - der bis heute gültigen Firmierung.
Im Jahr 1907 stellen 400 Mitarbeiter und 1800 Heimarbeiter 973.999 Teddybären und insgesamt etwa 1.700.000 Spielartikel her. Eine Weltfirma ist entstanden, deren Produktpalette kontinuierlich erweitert wird.
Margarete Steiff stirbt am 9. Mai 1909 im Alter von 61 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung. Ein schwerer Schlag für die große Familie Steiff, die Freunde und Angestellten.Die Neffen von Margarete übernehmen die Führung des Unternehmens und Menschen auf der ganzen Welt träumen ihren Traum bis heute weiter. Margarete Steiff hat etwas geschaffen, das größer ist als das Leben.

 

1902

Der Teddybär wird geboren...

Richard Steiff, der kreative Lieblingsneffe von Margarete, tritt 1897 ins Unternehmen ein. Er hat die Kunstgewerbeschule in Stuttgart besucht und in England studiert. Seine Tierskizzen sind Grundlage für viele Steiff Kreationen. Er entwirft 1902 den Bären „Bär 55 PB“, den weltweit ersten Plüschbären mit beweglichen Armen und Beinen. Bei der Suche nach dem geeigneten Bezug findet Richard den anschmiegsamen und gut zu färbenden Mohairplüsch, hergestellt von der Florweberei Schulte in Duisburg.
Margarete selbst bleibt skeptisch, Richard darf seinen Bären aber auf der Leipziger Spielwarenmesse präsentieren.
...und erobert die Welt
Der Durchbruch gelingt, als ein amerikanischer Händler den Bären entdeckt und davon 3000 Exemplare bestellt. Der Bär beginnt einen beispiellosen Verkaufserfolg in den USA, ab 1906 unter dem Namen Teddybär – benannt nach dem amerikanischen Präsidenten Theodore „Teddy“ Roosevelt.

 

1880

Die Margarete Steiff GmbH wird gegründet

Das offizielle Gründungsdatum der Manufaktur Steiff ist das Jahr 1880.
Der erste Verkaufsschlager ist das „Elefäntle“, das ihr jüngerer Bruder Fritz auf dem nahen Heidenheimer Markt verkauft. Schon sechs Jahre später verkauft Margarete über 5000 Elefanten und entwirft nun auch andere Stofftiere. Ihr Bruder Fritz baut 1890 für seine Schwester ein Wohn- und Geschäftshaus, mit einer behindertengerechten Wohnung im ersten Stock und einem kleinen Laden im Erdgeschoss. Am Haus in der heutigen „Margarete-Steiff-Straße“ befindet sich die Aufschrift „Filz-Spielwaren-Fabrik“.
1892 erscheint der erste, illustrierte Steiff Katalog und zeigt die ganze Vielfalt des Sortiments. Neben Elefanten gehören inzwischen auch Affen, Esel, Pferde, Kamele, Schweine, Mäuse, Hunde, Katzen, Hasen und Giraffen dazu. Im Katalog befindet sich auch das Motto Margaretes „Für Kinder ist nur das Beste gut genug!“.
Ein Jahr später, am 3. März 1893, wird die Spielwaren-Fabrik als „Margarete Steiff, Filzspielwarenfabrik Giengen/Brenz“ ins Handelsregister eingetragen. Erstmals werden die Spielwaren auf der Leipziger Spielwarenmesse präsentiert. Margarete beschäftigt nun 4 Näherinnen und 10 Heimarbeiterinnen.

 

1874

Der Grundstein wird gelegt – der Schritt in die Selbstständigkeit

Im Jahr 1874 baut Margaretes Vater das Elternhaus um und richtet ihr ein eigenes Arbeitszimmer ein, eine kleine Schneiderei. Vom ersten selbstverdienten Geld kauft sie sich eine eigene Nähmaschine. Das Schwungrad kann sie auf der rechten Seite nur mühsam bewegen, deshalb wird die Maschine kurzerhand umgedreht.
Adolf Glatz, der Mann ihrer Kusine, rät ihr dann 1877 zum Schritt in die Selbst-ständigkeit. Margarete gründet daraufhin ein Filzkonfektionsgeschäft und verkauft erfolgreich selbst angefertigte Kleidungsstücke und Haushaltsartikel. Bald kann sie mehrere Näherinnen beschäftigen. Im Journal „Modenwelt“ vom 8. Dezember 1879 sieht Margarete das Schnittmuster für einen kleinen Stoffelefanten. Nach dieser Vorlage näht sie das „Elefäntle“ als Nadelkissen, schon bald sind die kleinen Stofftiere aber als Kinderspielzeug sehr beliebt.

 

1862

Ausbildung und erste Schritte

Trotz der Schmerzen in der rechten Hand geht Margarete nun auch in die Nähschule und schließt mit 17 Jahren die Schneiderlehre ab.
Ihre älteren Schwestern Marie und Pauline eröffnen 1862 eine Damenschneiderei in der sie zeitweise mitarbeitet. Als Marie und Pauline etwa 8 Jahre später den Heimatort verlassen, macht Margarete alleine weiter.

 

1847

Wie alles begann

Am 24. Juli 1847 wird Margarete in Giengen an der Brenz geboren, als drittes von vier Kindern. Als sie 18 Monate alt ist, erkrankt sie an hohem Fieber, danach sind ihre Beine gelähmt, ihren rechten Arm kann sie nur unter Schmerzen belasten.
Drei Jahre später wird ein Ulmer Arzt Kinderlähmung feststellen. Die vielen Arztbesuche und Kuren helfen nicht, die Eltern sind verzweifelt. Was kann die kleine Margarete noch vom Leben erwarten? Zeitlebens wird sie wohl auf die Fürsorge anderer angewiesen sein. Aber die lebenslustige Margarete erkämpft sich ihren Platz. Im Leiterwagen wird sie von den Geschwistern und von Nachbarkindern zur Schule gebracht und von einer Frau, die in Schulnähe wohnt, nach oben in die Klasse getragen.